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Persönlicher Impuls: Wintergedanken

  • sinagriebel
  • vor 3 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Meine Sicht zu Neujahrsvorsätzen, dem Winter und persönlichem Wachstum.




Am Samstag (17. Januar) war der „Wirf-deine-Vorsätze-über-Board“-Tag. Ich persönlich finde diesen Tag ja ganz wunderbar. Ich weiß, dass der Brauch, sich an Neujahr etwas vorzunehmen, was man verändern oder besser machen möchte, schon sehr alt ist und dennoch habe ich ihn nie wirklich verstanden. Für mich ist es ein Vorhaben, das gegen unser natürliches Leben ist. Wir befinden uns an Neujahr im Winter. In der Jahreszeit, in der wir am wenigsten Kraft und Energie haben. Uns fehlt Licht, die Natur schläft und alles um uns strahlt Ruhe aus. Warum soll ich genau in dieser Zeit etwas verändern oder mir etwas vornehmen, das mich Kraft und Energie kostet? Ich sehe kein Baum, kein Tier, keine Pflanze, die sich momentan denkt: „Jetzt geht es los. Ich fange an zu wachsen.“ Und versteht mich nicht falsch, wenn das für dich funktioniert und du den Jahreswechsel brauchst, finde ich das wunderbar. Ich möchte hier lediglich meine Gedanken teilen. Vielleicht dienen sie dir als Inspiration und nehmen ein bisschen Druck raus. Denn genau das haben Neujahrsvorsätze immer mit mir gemacht. Sie haben mich unter Druck gesetzt. Ich hatte zu wenig Energie, um sie so umsetzen zu können, wie ich das wollte und am Ende war da nur das Gefühl mal wieder nicht gut genug zu sein, um das zu schaffen, was ich doch eigentlich schaffen wollte. Bis mir irgendwann aufgefallen ist, dass ich einfach den falschen Zeitpunkt für mich gewählt habe. Für mich funktioniert Veränderung und Wachstum sehr gut, aber erst im Frühling. Ich kann die Natur um mich herum als Inspiration nutzen. Das Leben geht gefühlt wieder los und wenn ich mir im vorherigen Winter, genug Ruhe und Entspannung gegönnt habe, ist da auch sehr viel Kraft und Energie in mir. All das hilft mir, um mich Herausforderungen zu stellen. 


In welcher Jahreszeit fühlst du dich kraftvoll und hast Raum für Wachstum? 

Und auch wenn uns durch Marketing von Firmen, die momentan ihre Produkte verkaufen möchten, immer wieder impliziert wird, dass genau jetzt der richtigen Zeitpunkt ist, um sich zu verändern, dürfen wir uns immer wieder daran erinnern, dass es hier darum geht, etwas zu verkaufen. Und auch das ist vollkommen in Ordnung und gehört zu unserem Leben dazu. Dennoch müssen wir das nicht genau JETZT kaufen. Auch wenn es gerade den super Sparrabatt gibt oder wir nur noch wenig Zeit haben, um ein unfassbar tolles Angebot zu bekommen. Diesen Rabatt wird es auch im Frühling wieder geben. Und wenn nicht, werden wir etwas anderes finden, dass uns dabei hilft unser Vorhaben umzusetzen. Denn oftmals braucht es gar kein Produkt oder irgendetwas von außen. Meistens ist es eine innere Einstellung, etwas das aus innen heraus entsteht. Ich für mich habe gelernt, dass Veränderung bei mir nur funktioniert, wenn ich es auch wirklich fühle. Wenn ich in mir spüre, warum ich das möchte und mache. Denn genau das hilft mir auch in den schwierigen Momenten daran zu glauben und den inneren Schweinehund zu überwinden. Ein Produkt, das ich mit 30% Neujahrsrabatt gekauft habe, motiviert mich nicht. Meistens brauche ich es am Ende nicht mal, weil es vielmehr um meine innere Einstellung geht. 


Wie kannst du mit dir in Verbindung gehen?

Der Winter ist für mich die Jahreszeit, in der ich mir Raum nehme, um herauszufinden, welche Vorhaben ich umsetzen möchte. Was sich stimmig anfühlt und was es dafür alles braucht. Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass Journaling ein sehr wichtiger Bestandteil in meinem Leben ist. Ich schreibe schon seit meiner Jugend Tagebuch und empfinde es als ein sehr befreiendes und verbindendes Ritual. Es hilft mir herauszufinden, was ich möchte und in welche Richtung ich mich entwickeln möchte. Gleichzeitig schenkt es mir Raum, um Dinge zu verarbeiten oder zu reflektieren. Mein Journalbuch ist pure Freiheit für mich. Ich kann und darf darin alles machen, was ich möchte. Darf Worte schreiben, die ich danach vielleicht nicht mehr so meine, aber sie sind raus und ich erkenne dadurch, was sich nach mir anfühlt und was vielleicht nur ein absurder Gedanke in meinen Kopf war. 

Manchmal sind es nur Worte, die ich schreibe. An anderen Tagen entstehen Schaubilder, Mind Maps, Collagen oder ein Mix aus allem. Egal was es ist, es hilft mir, um mein inneres auf eine sehr sanfte Art auszudrücken und zu verstehen. Und genau dafür nehme ich mir im Winter sehr viel Zeit. Denn zu keiner Jahreszeit habe ich so viel Raum, um es mir gemütlich zu machen und dem zu lauschen, was in mir ist. 

Ich merke immer wieder, dass meine größte Herausforderung ist, nicht direkt in Tatendrang zu verfallen und dadurch wieder unnötigen Druck entstehen zu lassen. Daran erinnert mich die Natur, weshalb ich auch kalten Winter so viel Zeit, wie möglich in der Natur verbringe. Um sie bewusst wahrzunehmen. Als Inspiration zu nutzen und festzustellen, dass auch hier nicht viel passiert und auch ich mir das für mein persönliches Wachstum erlauben darf.


Was brauchst du, um dir deiner Wünsche bewusst zu werden und dich auf ihre Umsetzung vorzubereiten?

Ich hoffe meine Worte oder ein paar von ihnen dienen dir als Inspiration und du findest deinen persönlichen Weg, um mit Neujahrsvorsätzen, deinen Wünschen und dem Winter umzugehen. Vor allem aber wünsche ich mir, dass du keinen Druck verspürst. Denn den haben wir schon genug im Alltag. Unsere persönliche Entwicklung sollte etwas sein, das uns mehr Freude bereitet als Stress. Auch wenn das Verlassen der Komfortzone ein Bestandteil von Wachstum ist. Mir hilft Yoga sehr, um in Verbindung mit meinen Körper zu kommen und herauszufinden, was ich momentan brauche und mit Gutes tun kann. Deshalb freue ich mich, wenn wir uns gemeinsam auf der Yogamatte im Studio treffen. 


Alles Liebe, 

Sina 

 
 
 

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